Entwicklungsumgebung

Fledermäuse in der Stadt

Erforschung der Fledermäuse in der Stadt Zürich

Fledermäuse bilden die grösste Säugetierordnung der Schweiz: Ein Drittel der einheimischen Säugetierarten sind Fledermäuse. Von den 30 Fledermausarten der Schweiz kann knapp die Hälfte auch in Zürich beobachtet werden. Die Fledermäuse sind heimliche Stadtbewohnerinnen. Da sie nachaktiv sind, bleiben sie von vielen unbemerkt. Auch wenn die einzelnen Arten im Flug kaum zu unterscheiden sind, verraten der Ort, wo sie den Tag verbringen und die Umgebung, in der sie jagen, aber auch die Art und Weise, wie sie fliegen, etwas darüber aus, um welche Art es sich handelt.

 

Weitere Informationen zu den städtischen Fledermausarten finden Sie in den Artporträts.

 

Fledermäuse schützen und fördern

Im Sommer 2019 legt das Projekt StadtWildtiere Zürich einen Schwerpunkt bei den „heimlichen Untermieterinnen“, bei den Fledermäusen also, die in oder an Gebäuden den Tag verbringen und zwischen den Häusern jagen. Die Zürcher  StadtNaturBeobachter/innen kontrollieren Fledermausquartiere und führen Aufnahmen von Ultraschallrufen der Fledermausaktivität in Innenhöfen durch.

 

Fledermäuse können auf vier Ebenen geschützt und gefördert werden:

1. Schutz von Quartieren

2. Schutz der Jagdgebiete

3. Fördern des Nahrungsangebots an Insekten

4. Reduktion von störenden künstlichen Lichtquellen

 

Heimliche Jägerinnen in Innen- und Hinterhöfen

Welche Fledermausarten nutzen die städtischen Innen- und Hinterhöfe als Jagdgebiet? Wie müssen Innen- und Hinterhöfe aussehen, damit sie als Jagdgebiet für Fledermäuse taugen? Welche Arten können hier festgestellt werden? Um diese Fragen zu beantworten, werden zwischen Juni und August in Innenhöfen und Hinterhöfen über die Stadt verteilt die Fledermausaktivität, die Artenvielfalt, sowie verschiedene Umweltfaktoren aufgenommen und ausgewertet.

Die Ultraschallaufnahmen finden jeweils während zwei Stunden statt und starten eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang. Anhand von computergestützten Auswertungen der  Ultraschallrufe können die Fledermausarten identifiziert werden.

Quartierkontrollen

Zwischen Juni und September 2019 werden Kontrollen der Fledermausquartiere durchgeführt. In den letzten 40 Jahren sind bei den kantonalen Fledermausbeauftragten zahlreiche Quartiere auf der Fläche der Stadt Zürich gemeldet worden. Dabei handelt es sich oftmals um Spalten und Hohlräume an Gebäuden, zum Beispiel in Rollladenkästen, unter Zwischendächern oder in Mauerspalten. Werden diese Quartiere noch genutzt und und falls ja, von welcher Art? Für die Überprüfung der Fledermausquartiere werden wir diese in den Abendstunden oder den frühen Morgenstunden aufsuchen und mit Feldstechern die Fledermausaktivität beobachten und dokumentieren.

Fledermaus-Quartier entdeckt? Ihre Beobachtungen interessieren uns!     

Haben Sie auf dem Gebiet der Stadt Zürich ein Fledermaus-Quartier entdeckt? Melden Sie Ihre Beobachtung und helfen Sie mit bei der Erforschung der Fledermäuse im Zürich.

Zusammenarbeit

Dieses Projekt findet in Zusammenarbeit mit den kantonalen Fledermausbeauftragten des Kantons Zürich und der Stiftung Fledermausschutz statt.

Stadtfauna

Städte und Siedlungsgebiete beherbergen eine erstaunlich artenreiche Tierwelt. Das Stadtfauna-Buch zeigt rund 600 Arten, die in den letzten Jahren in mitteleuropäischen Städten beobachtet werden konnten, vom Süßwasserschwamm bis zur Nordfledermaus.

StadtWildTiere Zürich
Träger